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Schädlingsbekämpfungsmittel – vergessen Sie Ihre Gesundheit nicht

In den Luxemburger Gewässern  wird seit Jahren eine regelmässige Präsenz von Pestizid-rückständen festgestellt. Dies betrifft sowohl das Grundwasser als auch die Bäche, Flüsse und Seen. Pestizide bergen einmal Risiken für Natur und Umwelt. Sie können sich in Nahrungsketten anreichern und somit das biologische Gleichgewicht stören und zum Aussterben von Tier- und Pflanzenarten führen. Diese negativen Auswirkungen auf die Artenvielfalt führen auch zu einem Verlust der Schönheit und des Freizeitwertes der uns umgebenden Natur. Vermehrt werden auch beim Menschen gesundheitliche Langzeitschäden beobachtet.

Vermeidung ist besser

Sollten Tiere und Pflanzen zum Problem werden, dann verzichten Sie nach Möglichkeit auf Pestizide. Oft sind umweltfreundliche Alternativen möglich. Fördern Sie die Widerstandskraft der Pflanzen, indem Sie günstige Lebensbedingungen schaffen. Dazu gehören der richtige Standort und Boden, Artenvielfalt, geeignete Nachbarpflanzen. Natürliche Methoden wie Unkrautjäten, Absammeln von Schädlingen, Anwendung von Pflanzenbrühen (z.B. von Brennesseln und Ackerschachtelhalm) oder Ansiedeln von natürlichen Fraßfeinden machen den Einsatz von chemischen Mitteln in vielen Fällen überflüssig. 

Vermeiden Sie den Einsatz von Pestiziden besonders auf befestigten und nicht wirtschaftlich genutzten Flächen. Riskieren Sie nicht, dass die Trinkwasserqualität, die Artenvielfalt in den Gewässern oder sogar ihre Gesundheit zu Schaden kommen. Im Übrigen ist seit Ende 2009 das Ausbringen von bestimmten Totalherbiziden (‚Tue-Herbe‘, Casoron) gesetzlich verboten. 

Was tun mit alten Schädlingsbekämpfungsmitteln ? 

Sollten Sie ‚alte‘ Schädlingsbekämpfungsmittel im Keller finden, so benutzen Sie bitte die mobilen Sammlungen der SuperDrecksKëscht® in ihrer Gemeinde oder in ihrem Recyclinghof um diese zu entsorgen. Auch die ‚leeren‘ Verpackungen enthalten in der Regel noch Reste des Wirkstoffes und sollten daher sicherheitshalber ebenfalls zur SuperDrecksKëscht® gebracht werden. Diese sorgt dafür, dass die Pflanzenschutzmittel in einer geeigneten Anlage bei hoher Temperatur verbrannt und somit unschädlich gemacht werden.

Besonders beachten sollten Sie dabei:

- Carbidhaltige Pestizide, die z.B. gegen Wühlmausbefall eingesetzt werden, können sich bei Kontakt mit Wasser oder Feuchtigkeit selbstentzünden: Beachten Sie bitte auf jeden Fall die Sicherheitshinweise.

- Beachten Sie beim Umgang mit Schädlingsbekämpfungsmitteln (auch mit den ‚leeren‘ Verpackungen) unbedingt die Anwendungshinweise, Gefahren- und Sicherheits­ratschläge (Handschuhe tragen, gründlich waschen !).

- Lagern Sie Pflanzenschutzmittel so, dass sie für Kinder unerreichbar sind. Belassen Sie die Mittel immer in ihrer Originalverpackung, damit man auch später noch die Informationen zur Anwendung und zur Sicherheit findet.

 

Ohne Pestizide        

 

Vom 20 bis 30. März 2012 findet wieder die Woche ‘ohne Pestizide’ in Belgien, Frankreich und Luxemburg statt. Luxemburg beteiligt sich zum 3. Mal an dieser Aktion.

Die nationale Kampagne „…ohne Pestizide“ wird von einer Vielzahl von Akteuren aus dem Umweltbereich, u.a. auch der SuperDrecksKëscht® organisiert und will die Öffentlichkeit und die Gemeinden auf die schädlichen Auswirkungen von Pestiziden auf Natur und Gesundheit aufmerksam machen und alternative Pflegemethoden öffentlicher und privater Flächen im Siedlungsraum aufzeigen.

Die Kampagne ruft deshalb die Gemeinden und die Öffentlichkeit dazu auf, unnötigen Einsatz von Pestiziden zu vermeiden, mehr Biodiversität im Siedlungsraum zu akzeptieren, offen zu sein für alternative Pflegemethoden und bereits bei der Gestaltung und Planung von Grünflächen, Verkehrsflächen u. a. an die spätere Pflege zu denken.

 

Der Programm der Woche und weitere Infos unter http://www.emwelt.lu/sanspesticides/